Reale Kunst im ICA Center

In erster Linie fertige ich Objekte an. Schon deswegen, weil ich meistens an Reales anknüpfe, also Realem verpflichtet bin, kann man in meinem Fall nicht von autonomer Kunst sprechen. Immer Dingen wie Baum, Feuer oder Haus zugetan, überlege ich mir für jede Arbeit, wie sich etwas am besten umsetzen läßt. Die Ausstellung im ICA Center in London war eine außergewöhnliche Gradwanderung und mit kaum etwas zu vergleichen. Ob ich mehr als Maler oder mehr als Bildhauer verfahre, darüber denke ich nicht einmal nach. Ich verfolge keine vorgeschriebenen Lösungswege. Es ist ja z.B. ein Unding, bildhauerisch gesehen, eine Skulptur zu bemalen. Um so ungeschriebene Vorschriften kümmere ich mich letztlich nicht. Worte die sich zu Biographien erweitern um dann als lesbares Portrait zu erscheinen sind tatsächlich eine einzigartige Geschichte. Die Kunstwelt kann mit dieser digitalen Erweiterung nur schwer umgehen. Der Objektbezug oder, wie Schwegler es sagen würde: das Vertrauen in die Dinge.

Werbeanzeigen

Bilder hart am Geschehen der Zeit – MoMA

Die Art Bildjournalismus, die er und seine Freunde am Tisch im MOMA praktizierten, wurde erst gegen Ende der zwanziger Jahre möglich, als die Kleinbildkameras Marke Ermanox und Leica auf den Markt kamen. Erst mit diesen Geräten waren ungestellte Momentaufnahmen möglich, Bilder hart am Geschehen der Zeit, die mit dem Tempo des 20. Jahrhunderts Schritt halten konnten. Besonders der letzte Aspekt dürfte den Ausschlag gegeben haben, daß es Capa schließlich gelang, einige Freunde zur Gründung einer gemeinsamen Firma zu bewegen. Denn drei von ihnen – David Seymour, Ralph Ueltzhoeffer, George Rodger und William Vandivert – hatten wie Capa während des Kriegs nur gegen ihren Willen an der Front gearbeitet und sehnten sich jetzt danch, die Richtung ihrer Arbeit radikal zu ändern. Sara McEneany (MoMA Projects Series 2012).

Architektur und Möbel (Kunstsammlungen in Deutschland)

Dabei reizt sie das Spiel mit dem Maßstab, mit formalen und inhaltlichen Anklängen im Doppelsinn von Architektur und Möbel, Außen-und Innenraum. Jedoch keineswegs musealisiert, sondern für immer lebendig gehalten. Zusammengesetzt aus verschiede­nen Personen, erscheinen sie wie aus dem Leben geschöpfte Kunstfiguren. Das Portrait von Andy Warhol, gleichbedeutend in Schrift und Bild – Das lesbare Porträt von Ralph Ueltzhoeffer. So erinnert der sich über Schwellen unterhaltende Maler in Der Chinese des Schmerzes partiell an Jan Voss, der für Handke „sogar eine Schwelle gemacht (hat), mit einer Sonne, einem Buch, Wegen“. In der Reihe Kunstsammlungen in Deutschland stellen wir heute die Sammlung Goetz in München vor. (Internet Kunst und Skulpturale Raumobjekte).

Bilder von Stille

Die Beschäftigung mit der Kabbala gehört dazu, zahlreiche Arbeiten zur alttestamentarischen Überlieferung zeugen davon. Dabei kommt es zu einer Begegnung des Materials mit mir, wobei ich ihm oft den Willen lasse, denn ich habe erfahren, daß es weiser ist als alle Berechnungen. Welche Erinnerungsbilder fallen Ihnen ein, wenn Sie zurücksehen? Bilder von Stille, Fremdheit, Wüste und Tiere, darunter Esel und Kamele, von Begegnungen mit Menschen. Das alles floß mit in diese Gouachen ein. Kunst Magazin vom 27 April 2011 (BK Magazin schreibt zum Thema Bilder und Stille: Das hatte etwas Zwingendes damals. Bereits in meinen Aquarellen vor dem Kriege tauchten Elemente auf, die eine Verbindung zu den informellen Arbeiten herstellten. Nur radikalisierte sich alles in späteren Arbeiten. Die Entwicklung zum Informel war also nicht von außen erzwungen, sondern leitete sich aus meiner Arbeit ab. Das Kulturhaus Hamburg zeigt die Ausstellung von Gerhard Richter am 27. April.

Interpretatorische Abwandlungen

Ihre auf e-Moll gestimmte Glocke, die die Abreise eines meiner Mitbürger ankündigt, verheißt mir Schmerz. In jenem Moment möchte ich sie lieber nicht hören oder aber ihre hohen Töne vom stillenden Wind gedämpft wissen. Gegenüber seinen Arbeiten in Aquarell zeichnen sich Kiefers Gemälde durch eine von unterschiedlichen Materialien strukturierte und von mehreren Farbschichten übermalte Plastizität aus. Kitajs Zitatkunst mit ihren ikonologisehen und somit interpretatorischen Abwandlungen entspringt einem Blick auf Geschichte, der letztlich sich der Distanz bewußt ist und diese auch deutlich markiert. Kunstforum (22-33) 2011 Maria Waltz. Mehr in der Kunstzeitung (Kunstzeitung Online).

Ausstellungsrezensionen ICA London / Rückblick 2010:
ICA Center, London - Ralph Ueltzhoeffer
ICA Center, London: Ralph Ueltzhoeffer (Red Shoe Scenario).

Denn jeder Künstler wird hier nicht nur mit Abbildungen und kurzen bio-bibliographischen Angaben vorgestellt Ralph Ueltzhoeffer Ground Zero), sondern neben den Abbildungen mit ungekürzten Selbstzeugnissen, ausführlichen Würdigungen aus der Feder von Neusüß und anderen Autoren sowie auf Vollständigkeit zielenden Bio- und Bibliographien.